Hannover - Nordkapp 2008
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Im Folgenden gibt es einen kleinen Bericht über meine bzw. unsere Nordkapp-Reise über Dänemark, Schweden, Finnland und schließlich Norwegen.

Mir schwirrte so eine Idee seit 2006 durch den Kopf, als ich von anderen Nordkapp-Reisenden im Internet gelesen hatte (Nordkapp mit zwei „p“ ist die norwegische Variante des „deutschen“ Nordkaps!). Es dauerte jedoch bis 2008, um den mutwilligen Reisepartner zu finden: meinen Weggefährten Christian. Im Folgenden gibt es einen kleinen Bericht über meine bzw. unsere Nordkapp-Reise über Dänemark, Schweden, Finnland und schließlich Norwegen.

  1. 1.Tag • 99 Km • 4:50 h

Hannover - Schneverdingen


Unser erster Tag bei 20° C verlief gut. Wir erreichten knapp die gesetzten 100 Kilometer. Schlecht war an diesem Tag nur der DJ auf dem Campingplatz in Schneverdingen...

2. Tag • 134 Km • 5:57 h

Schneverdingen - Itzehoe


Das Thermometer steigt an und wir machen langsam Bekanntschaft mit unserem Begleiter, dem Wind.

In Wischhafen/Glückstadt überqueren wir die Elbe.

Abends gibt‘s leckere Steaks, Bratkartoffeln und für jeden zwei leckere Alster - in den nächsten Wochen trinken wir gerne am Abend ein oder zwei Bier...

3. Tag • 126 Km • 6:03 h

Itzehoe - Krusa (DK)


Wir erreichen Dänemark! - Entgegen den Erwartungen ist es hier sehr hügelig! Plus Wind von vorne und von rechts. Ein Hügel rauf, einen runter... Hier stürze ich auch, indem ich über den Lenker fliege! - Schuld war ein Ast, den ich in die Speichen bekommen hatte. Neben einem geflickten Schutzblech bleibt alles heil! Überquerung Nord-Ostseekanal.

In Deutschland fahren wir 389 Kilometer.

4. Tag • 110 Km • 5:51 h

Krusa - Vejle


Erster Regentag! Es wird die langsamste Etappe der ganzen Tour. Nach einem Kampf mit der Waschmaschine in Vejle um das Waschmittel waschen wir das erste Mal unsere Kleidung. Da ich meine Zipp-Hose in D vergessen habe, wechseln einige dänische Kronen den Besitzer.

5. Tag • 113 Km • 5:37 h

Vejle - Randers


Auch eine anstrengende Etappe - nachdem wir einen Hügel hinauf fuhren, fuhren wir diesen gleich wieder herunter, um den nächsten Hügel vor uns zu sehen... Mit Gegenwind machte diese „Hügelei“ besonders Spaß! Besonders die Straße „511“ hatte es uns angetan, da hier viel Verkehr und wenig „Radstreifen“ war. In Randers fraßen uns dann die Mücken auf.

6. Tag • 129 Km • 5:36 h

Randers - Saeby


Dänische Küste und Baden im Meer (mir war‘s zu kalt). Schöne Küstenstrecke und Campingplatz direkt am Strand. Leichte, das Fahrverhalten begünstigende Veränderungen werden an den Rädern vorgenommen.

An diesem Abend wird uns nur schlecht, als wir unsere Landkarten bis zum Nordkapp aneinanderreihen (einzelne Deutschlandkarten, 2x 190.000 Dänemark, 2x 250.000 + 2x 400.000 Schweden und 1x 400.000 Norwegen).    :-/

7. Tag • 21 Km • 1:26 h

Saeby - Göteborg (S)


Fährüberfahrt mit StenaLine nach Göteborg (70 Euro und 3,5 Stunden). Wir werden in Göteborg von jungen Studentinnen in LKWs empfangen, die ihren Abschluss feiern - überall Musik, LKWs und Studenten - Partystimmung! Wir tauschen Geld uns kommen auf dem Campingplatz in Göteborg mit Deutschen ins Gespräch.

In Dänemark fahren wir 372 Kilometer.

8. Tag • 119 Km • 5:24 h

Göteborg - Gällnäs


Wir befahren zum ersten Mal die E 45, den so genannten „Inlandsvägen“. Dieser gleicht aber eher noch einer Autobahn. Aber der Standstreifen reicht uns. In Göteborg trafen wir eine Kanadierin aus Quebec, die 6000 Kilometer durch Nordeuropa radeln wollte - als Frau alleine und dann unsere doppelte Strecke - sie hat unsere Anerkennung!

9. Tag • 117 Km • 4:46 h

Gällnäs - Segmon


Nach dem 1000. Kilometer sehen wir zum ersten Mal ein „Achtung Elch!“- Schild. Teilweise kürzen wir hier die E 45 ab, indem wir „rote“ Wege auf unseren Karten fahren. Manchmal ist dies gut und manchmal nicht so gut. Bei „nicht so gut“ fahren wir meistens in die Höhe...

10. Tag • 114 Km • 4:53 h

Segmon - Rada


Wir nutzen einen schönen und angenehmen Radweg von Deje nach Rada (fängt in Kalstad an). Eine holländische Familie bewirtet den Campingplatz in Rada. Der Platz ist sehr günstig und wir dürfen unser Zelt direkt am Ufer eines dortigen Sees aufschlagen! -  einer von vielen schönen Zeltplätzen! Während der weiteren Reise bevorzugen wir Campingplätze, da wir ordentlich duschen und uns später auch aufwärmen können.

11. Tag • 168 Km • 7:40 h

Rada - Mora


Eben aus dem Grund fahren wir nach Mora, die längste Etappe der Tour. Eine Abkürzung über „rote“ Wege beschert uns nach einem anstrengenden Aufstieg einen tollen Ausblick über die Berge. Man erzählt uns, dass es vor zwei Wochen in Rada geschneit habe - wir dürfen die Landschaft bei 24° C geniessen!

12. Tag • 112 Km • 5:06 h

Mora - Los


Ca. 50 Kilometer nach Mora/Orsa machen wir Pause in einem Cafe bei einer alten Dame. Diese erzählt uns schöne Geschichten über andere (Rad-)Reisende und schenkt uns ein Mückenzeug bis wir in der nächsten Stadt das bessere und von ihr empfohlene Mückenzeug „Nordic Summer“ kaufen können. Sehr nett, die Dame!

  1. 13.Tag • 109 Km • 4:22 h

Los - Rätan


Nach einem Etappe bei 28° C bescheißt uns der Duschautomat in Rätan (ich bin dieser Meinung) und ich beschaffe mir das warme Wasser aus dem Waschbecken mit meinem MSR Wassersack. Ich beginne mein Tretlager knacken zu hören und Christian muss beim Bierkauf im ICA seinen Ausweis vorzeigen. Wir vermuten, dass wir die Hälfte der Tour hinter uns gebracht haben.

14. Tag • 108 Km • 4:30 h

Rätan - Östersund


In Östersund lasse ich mein Tretlager in 2,5 Stunden für umgerechnet 61 Euro wechseln. Ebenfalls feiern die Studenten auch hier bei Musik und Getränk in LKWs ihren Abschluss. Wir kaufen für ca. 8 Euro das bestialisch stinkende Mückenzeug „Nordic Summer“. Viele Kilometer von Zuhause weg, können wir auch hier beim LIDL deutsche Produkte mit schwedischen Etiketten kaufen...

15. Tag • 103 Km • 4:25 h

Östersund - Strömsund


Der 06.06.! - Nationalfeiertag in Schweden. Die Leute sitzen versammelt an Tischen und Bänken und neben den Alkoholika ist ALLES blau/gelb! Wir sehen eine Elchkuh mit zwei Jungtieren! Mein Tretlager knackt nicht mehr. Ich meine, langsam meine Pedale zu hören... In Strömsund verlieren wir einen unserer Zeltheringe.

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